GELDANLAGEN - Risikoreich ?
Den Gegenpart zu den sicheren Geldanlagen stellen natürlich risikoreiche Geldanlagen dar. Auch hier muss man zunächst festhalten, welche Risiken es grundsätzlich bei Geldanlagen geben kann, nämlich das Zins-, Kurs-, Emittenten- und Währungsrisiko, damit man die risikoreichen Geldanlagen in der Praxis auch erkennen kann. Zu den extrem sicheren Geldanlage, die keines der genannten Risiken aufweisen, zählen im Grunde nur die Spareinlagen, Festgelder und Tagesgelder. Diese haben zwar auch ein Emittentenrisiko, welches aber zumindest bis zu einer Anlagesumme pro Kunde von 50.000 Euro vollständig im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung abgedeckt ist. Alle anderen Formen der Geldanlage haben eines oder sogar mehrere Risiken aufzuweisen. Natürlich gibt es auch genügend Anleger, die dann in der Regel als Spekulanten bezeichnet werde, die sich ganz bewusst für risikoreiche Geldanlagen entscheiden und danach suchen. Dieses ist in erster Linie nicht darum der Fall, weil man unbedingt einen Nervenkitzel in Form eines hohen Risikos haben muss, sondern vielmehr darum, weil eine sehr hohe Rendite bei einer Geldanlage nur dann zu erzielen ist, wenn die Sicherheit gering, also das Risiko hoch, ist.
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Zu den sehr risikoreichen Geldanlagen zählen zum Beispiel: Optionsscheine, Futures, Warentermingeschäfte und der Handel mit Rohstoffen und Devisen. Aber auch das Investment in geschlossene Fonds, manche Aktien (spekulative Werte) und in bestimmte Anleihearten (Währungsanleihen oder Auslandsanleihen) kann mit einem hohen Risiko verbunden sein. Manche Geldanlagen weisen sogar alle vier möglichen Risikoarten auf, was man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht vermuten würde, wie zum Beispiel manche Währungsanleihen. Währungsanleihen werden nicht in Euro zurück gezahlt, und somit hat der Anleger als Erstes schon einmal ein Währungsrisiko. Zudem werden diese Anleihen in der Regel an der Börse gehandelt, sodass die Kurs schwanken können, es besteht also ein Kursrisiko. Verbrieft die Anleihe keinen festen, sondern einen variablen Zinssatz, besteht als drittes Risiko das Zinsrisiko. Letztendlich besteht natürlich auch ein Emittentenrisiko, wenn der Emittent der Anleihe insolvent wird. Somit fallen einige, der in den Medien oftmals generell als sicher bezeichneten Anleihen, also in den hoch spekulativen Bereich.