FONDS UND AKTIEN - Immobilienfonds

Bei den Immobilienfonds muss man zunächst als Anleger wissen, dass es zum einen die offenen Immobilienfonds gibt, die von der Struktur her mit anderen Fondsarten wie Aktienfonds oder Rentenfonds vergleichbar sind. Es gibt aber auf der anderen Seite auch die geschlossenen Immobilienfonds, die sich bis auf die Tatsache, dass auch hier der Fonds in Immobilien investiert, völlig von den offenen Immobilienfonds unterscheiden. Die offenen Immobilienfonds investieren das Kapital der Anleger in viele unterschiedliche Immobilien an verschiedenen Standorten, entweder weltweit, oder in der Region, auf die der jeweilige Fonds seinen Schwerpunkt legt. Zumeist handelt es sich dabei um aussichtsreiche Gewerbeimmobilien, wie zum Beispiel Bürohäuser und Gewerbeparks. Durch diese Verteilung des Kapitals auf verschiedene Objekte, wird natürlich, sehr positiv für den Anleger, eine breite Risikostreuung erreicht. Die Gewinne des Fonds resultieren aus den Miet- oder Pachteinnahme der verschiedenen Objekte oder auf dem Verkaufserlös, wenn im Eigentum befindliche Objekte mit Gewinn wieder veräußert werden. Diese Erträge vergrößern das gesamte Fondsvermögen, und somit steigt der Fondsanteil des Inhabers im Wert.

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Etwas anders stellt sich die Situation jedoch bei den geschlossenen Immobilienfonds. Diese investieren zwar auch in Immobilien, allerdings in der Regel nur in eine Hand voll von Objekten oder manchmal sogar nur in eine einzige Immobilie. Zur Finanzierung dieser Immobilie wird dann nicht selten erst ein geschlossener Immobilienfonds aufgelegt. Durch die Konzentration auf nur ein oder wenige Objekte ist natürlich auf der einen Seite das Anlagerisiko beim geschlossenen Immobilienfonds für den Anleger deutlich höher als beim offenen Immobilienfonds, auf der anderen Seite sind aber auch die Renditechancen deutlich größer. Mitunter kann man im Bereich der geschlossenen Immobilienfonds Renditen zwischen acht und 20 Prozent erzielen, während die durchschnittliche Rendite von offenen Immobilienfonds etwa im Bereich von 4-5 Prozent liegt. Der Anleger muss sich allerdings im Klaren darüber sein, dass er sein Kapital beim geschlossenen Immobilienfonds auf einige Jahre bindet, da im Gegensatz zum offenen Immobilienfonds ein Verkauf der Anteile nicht täglich, sondern oftmals erst nach 4-5 Jahren möglich ist. Zudem sind die Mindestanlagesummen mit 5.000 oder 10.000 Euro beim geschlossenen Immobilienfonds sehr hoch, während man offene Immobilienfonds bereits ab 50 Euro erwerben kann.

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