GELDANLAGEN - Girokonto

Das Girokonto als Geldanlage zu nutzen ist noch nicht seit sehr langer Zeit durchaus üblich geworden. Noch vor einigen Jahren war die einzige Aufgabe des Girokontos, den reibungslosen Ablauf des Zahlungsverkehrs für den Kunden zu ermöglichen. Nach wie vor dient das Girokonto natürlich in erster Linie als so genanntes laufendes Konto, auf dem Eingänge und Abgänge verbucht werden. Man nutzt das Girokonto um Gehaltseingänge zu empfangen, Überweisungen zu tätigen, Daueraufträge einzurichten oder diversen Zahlungsempfängern per Lastschrifteinzug zu ermöglichen, Geld von dem Girokonto einzuziehen. Das Girokonto als Geldanlage gibt es im Grunde in drei verschiedenen Varianten. Zunächst einmal bieten manche Banken das Girokonto eigenständig und separat in der Form als Geldanlage an, als dass man dort einen deutlich höheren Habenzinssatz erhält, als er normalerweise auf Girokonten mit maximal 0,25 Prozent üblich ist. Der Gedanke der Banken, der hinter dieser Zahlung von relativ hohen Zinsen steht ist zumeist, dass man mit dem Kunden später auch in anderen Bereichen „Geschäfte“ machen kann, das Girokonto also quasi nur eine Art von Lockmittel ist.

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Die zweite Variante, die heute inzwischen sehr viele Banken nutzen, ist das Girokonto in Verbindung mit einem Tagesgeldkonto zu verwenden. Der Kunde muss dann nicht mehr in Form des Girokontos auf der einen Seite, und des Tagesgeldkontos auf der anderen Seite, zwei verschiedene Konten nutzen, sondern er kann von den Funktionen her mit dem Girokonto mit Tagesgeldfunktion beide Kontoarten in einem Konto nutzen. Das Girokonto mit Tagesgeldfunktion ermöglicht also auf der einen Seite als „normales“ Girokonto die Nutzung aller Zahlungsverkehrsfunktionen und auf der anderen Seite bekommt man für das täglich verfügbare Guthaben auf dem Girokonto einen Zinssatz, der dem bei reinen Tagesgeldkonten entspricht. Als dritte Variante kann man das Girokonto auch als Belastungskonto für Kreditkartenzahlungen nutzen, also als so genannten Kreditkartenkonto. Wer neben dem Girokonto bei der Bank also eine Kreditkarte erwirbt, erhält auf dem Konto ebenfalls häufig eine recht ansehnliche Guthabenverzinsung. Somit kann auch diese Nutzungsvariante des Girokontos durchaus als Geldanlage dienen.

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