FONDS UND AKTIEN - FTFs

Auch die noch nicht unbedingt bei jedem Anleger bekannten ETFs gehören, wie die offenen oder geschlossenen Fonds, in den großen Bereich der Investmentfonds. Es gibt allerdings mindestens zwei große Unterschiede zwischen den klassischen offenen Fonds, wie zum Beispiel den Aktienfonds oder den Rentenfonds, und den ETFs. ETF steht übrigens dabei für Exchange Traded Fonds und bedeutet übersetzt soviel wie „Fonds, der an der Börse gehandelt werden kann“. Das ist auch bereits ein großer Unterschied zu den klassischen Investmentfonds. Während man hier die Fondsanteile nur über die Fondsgesellschaft beziehen kann und die Anteile auch nur an die Gesellschaft zurück geben kann, sind die ETF-Fondsanteile an der Börse handelbar. Das macht den Erwerb der Anteile zum einen transparenter, zum anderen wird auch mehrmals am Tag ein Preis der Anteile festgestellt, während dieses beim klassischen Investmentfonds nur einmal am Tag geschieht. Der zweite große Unterschied zwischen klassischen Investmentfonds und den ETFs ist die Art des Fondsmanagement und die jeweilige Anlagestrategie und Struktur des Fonds. Hier kann man zum Vergleich am besten einen klassischen Aktienfonds zu Hilfe nehmen.

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Beim klassischen Aktienfonds ist es so, dass der Fondsmanager, ausgerichtet an einer bestimmten Strategie, spezielle Aktien auswählt, von denen er sich in der Zukunft eine gute Wertsteigerung erhofft. Die Aufgabe des Fondsmanagers ist es also vornehmlich, aussichtsreiche Aktien zu selektieren, die eine bessere Wertsteigerung als der Durchschnitt aller anderen Aktien erreichen können. Man bezeichnet dieses Vorgehen auch als aktives Management. Die Exchange Traded Fonds hingegen werden passiv gemanagt. Das bedeutet in der Praxis, der Fondsmanager selektiert die für den Fonds zu erwerbenden Aktien nicht nach eigenem Ermessen, sondern er bildet mit dem Kauf die Zusammensetzung eines bestimmten Index nach, zum Beispiel den Deutschen Aktienindex. In dem Sinne sind die ETFs sehr gut mit Index Zertifikaten zu vergleichen, weil auch hier ein Index „nachgebildet“ wird. Man bezeichnet die ETFs oftmals deshalb übrigens auch als Indexfonds. Indexfonds (ETFs) konnten in der Vergangenheit nachweislich zu 80 Prozent einer gleich gute oder noch bessere Rendite erzielen, wie die klassischen, aktiv gemanagten Fonds, sodass es sich hier um eine zwar noch recht unbekannte, aber sehr rentable Form der Geldanlage handelt.

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