HYPOTHEKZINSEN - Variable oder Festzins

Die Hypothekenzinsen (Variable oder Festzins) stellen einen sehr wichtigen Teil der Gesamtfinanzierung dar. Nur wenn sich diese Zinsen in einem „erträglichen“ Rahmen bewegen, ist für den Kreditnehmer die Baufinanzierung an sich überhaupt erst möglich. Während es bei einem Ratenkredit über 10.000 Euro zum Beispiel nicht viel ausmacht, ob der zu zahlende Zinssatz nun bei sechs oder sieben Prozent liegt, kann ein Unterschied im Bereich der Hypothekenzinsen von nur einem Prozent bereits darüber entscheiden, ob die Finanzierung tragbar für den Kreditnehmer ist oder nicht. Diese Tatsache ist natürlich in erster Linie darin begründet, dass die zu finanzierenden Kreditsummen beim Hypothekendarlehen sehr hoch sind und eher oft als selten im Bereich von über 100.000 Euro liegen. Eine Zinsdifferenz von nur einem Prozent würde hier also für einen Zinsnachteil oder einen Zinsvorteil von 1.000 Euro und mehr im Jahr sorgen. Ferner steht bei den Hypothekenzinsen für jeden Kreditnehmer noch eine sehr wichtige Entscheidung an, nämlich ob man sich im Zuge des Hypothekendarlehens für eine variable Verzinsung oder für die Festschreibung der Zinsen für einen festgelegten Zeitraum entscheidet.

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Diese Entscheidung zwischen festen und variablen Zinsen ist mitunter sehr schwierig, weil man dazu einschätzen muss, ob die Hypothekenzinsen in der Zukunft eher fallen, gleich bleiben oder steigen werden. Während sich variable Zinsen dadurch auszeichnen, dass diese sich von der Höhe her stetig ändern können, da sie an aktuelle Zinsentwicklungen angepasst werden, bleiben die Zinsen im Rahmen des vereinbarten Festzinssatzes für die gesamte Laufzeit des Hypothekendarlehens auf dem gleichen Niveau. Die Zinsfestschreibung stellt also dann einen Vorteil für den Kreditnehmer dar, wenn davon auszugehen ist, dass die Kreditzinsen, also im Speziellen die Hypothekenzinsen, in den nächsten Jahren eher steigen werden. Durch die Zinsfestschreibung kann sich der Kreditnehmer dann nämlich die derzeit noch günstigen Zinsen auf eine Sicht von vielen Jahren hinweg sichern. Anders stellt sich die Situation jedoch dar, wenn die Zinsen zukünftig eher fallen werden. In diesem Fall wäre die Entscheidung für eine Zinsfestschreibung falsch, weil man sich dann unnötig lange an die derzeit „teuren“ Zinsen binden würde, daher sollte man in solch einem Fall einen variable Verzinsung wählen.