BAUSPARDARLEHEN - als Baufinanzierung
Das Bauspardarlehen wird heutzutage sehr oft in eine Baufinanzierung mit einbezogen und ist auch tatsächlich sehr vorteilhaft für die meisten Baufinanzierer. Im Rahmen der „idealen“ Baufinanzierung sollte ein Bauspardarlehen im Grunde stets mit einbezogen werden. Man muss sich allerdings schon einige Jahre vorher entscheiden, ob man das Bauspardarlehen später einmal nutzen möchte oder nicht, denn im Gegensatz zum Hypothekendarlehen, welches man jederzeit sehr kurzfristig beantragen und dann auch in Anspruch nehmen kann, bekommt man ein Bauspar-Darlehen nur dann, wenn man zuvor bereits einen Bausparvertrag abgeschlossen und genutzt hatte. Der Bausparvertrag setzt sich aus einem Sparanteil und dem möglichen Darlehensanteil in Form des Bauspardarlehens zusammen. Man muss stets über eine bestimmten Zeitraum eine Mindestsumme in den Bausparvertrag eingezahlt haben, damit man anschließend bei Bedarf das Bauspardarlehen beantragen kann. Nur wenn der Bausparvertrag „zuteilungsreif“ ist, also die Bedingungen wie Mindestsparsumme und Mindestsparzeit erfüllt sind, bekommt man in der Regel innerhalb der nächsten drei Monate das Bauspardarlehen „zugeteilt“.
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Ein großer Vorteil des Bauspardarlehens liegt natürlich in den sehr niedrigen Zinsen, die man im Rahmen der Rückzahlung des Darlehens zahlen muss. Die Höhe der Zinsen ist schon bei Abschluss des Bausparvertrages bekannt, da sie im Rahmen des gewählten Tarifs festgehalten wird. Man hat also als zweiten Vorteil des Bauspardarlehens, gerade auch im Vergleich zum Hypothekendarlehen, den großen Vorteil, dass man auf viele Jahre hin mit einem festen Zinssatz kalkulieren kann. Während man beim Hypothekendarlehen in der Regel die Zinsen nur für fünf oder zehn Jahre garantiert erhält, ändert sich der Zinssatz beim Bauspardarlehen während der gesamten Rückzahlungsdauer nicht mehr. Man hat also eine optimale Kalkulationsgrundlage und kein Zinsänderungsrisiko mehr, wie es beim Hypothekendarlehen der Fall ist. Zudem ist das Bauspardarlehen auch insoweit sehr flexibel, dass man die Höhe der Tilgung und demzufolge den Zinsanteil an der Gesamtrate selber wählen kann, und zwar in dem Sinne, dass man sich für einen der angebotenen Bauspartarife entscheidet. Die gesamte Baufinanzierung nur über das Bauspardarlehen durchzuführen ist in der Praxis jedoch nicht üblich, weil eben vor Erhalt des Darlehen, je nach Tarif, bis zu 50 Prozent der Bausparsumme, zunächst angespart werden müssen. Um also ein Bauspardarlehen in Höhe von 50.000 Euro zu bekommen, muss man die gleiche Summe zuvor in den Bausparvertrag eingezahlt haben.