BAUKOSTEN - und Nebenkosten
Im Rahmen der Kosten, die in Zusammenhang mit dem Bau einer Immobilie stehen, unterscheidet man auch zwischen Baukosten und Baunebenkosten. Falls man sich entscheidet, eine bereits vorhandene Immobilie zu erwerben, fallen natürlich dann keine Bau- oder Baunebenkosten an, sondern Kaufkosten und Nebenkosten. In vielen Fällen ist es aber auch heute noch so, dass die Bürger ihr eigenes Heim nach ihren eigenen Vorstellungen errichten lassen möchten, und sich daher für einen Neubau entscheiden. In diesem Zusammenhang ist es sehr wichtig, dass man zunächst einmal überhaupt von der Existenz der Baunebenkosten weiß, denn nicht wenige Bauherren machen den Fehler, bei der benötigten Baufinanzierung nur die reinen Baukosten einzubeziehen, denken dabei aber gar nicht daran, dass die Baunebenkosten zusätzlich noch rund 10 Prozent der Baukosten ausmachen können. Unter den reinen Baukosten versteht man all diejenigen Aufwendungen, die ausschließlich für den Aufbau der Immobilie anfallen. Dazu zählen zum Beispiel alle benötigten Baumaterialien (Steine, Holz, Beton etc.) und natürlich die Arbeitsleistung der verschiedenen, auf dem Bau tätigen Personen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von den reinen Baukosten oder den Kosten für das Bauwerk. Man teilt die Baukosten mitunter auch in die Kategorien Grundstück, Erschließung, Baukonstruktionen, technische Anlagen, Außenanlagen, Ausstattung und Baunebenkosten ein.
_____________________________________________________________________
_____________________________________________________________________
Die Baunebenkosten stellen also einen Anteil an den gesamten Baukosten dar. In den Bereich der Baunebenkosten fallen alle Kosten, die nicht in erster Linie mit dem Bau der Immobilie zu tun haben, sondern anfallen, damit der Bau an sich überhaupt durchgeführt werden kann. Zu den Baunebenkosten zählen zum Beispiel die Planungskosten für den Architekten, für Statiker oder für Sachverständige am Bau. Ferner kommen Gebühren für die Baugenehmigung hinzu, sowie Gebühren für einen Makler, falls dieser in irgendeiner Weise an der Vermittlung eines Grundstückes etc. beteiligt gewesen ist. Auch die Notarkosten für die Eintragung des Eigentums und Beurkundung des Eigentumserwerbs fallen in den Bereich der Baunebenkosten, genauso wie die anfallenden Zinsen und ein Disagio als Finanzierungskosten. Auch Energiekosten fallen natürlich beim Bau einer Immobilie an und fallen in den Bereich der Baunebenkosten. So muss die Baustelle im Winter zum Beispiel beheizt werden und man benötigt in der Regel auch Strom am Bau.