AUSLANDSKREDITE - andere Währung, andere Zinsen
In der heutigen Zeit kann man auch Auslandskredite in Anspruch nehmen und ist als Kreditnehmer nicht wie in früheren Zeiten an inländische Kreditnehmer gebunden. Kredite aus dem Ausland haben in der Regel bzw. können oftmals vor allem zwei Vorteile für den Kreditnehmer aus Deutschland haben. Der erste Vorteil kann darin bestehen, dass man den Kredit aus dem Ausland zu einem geringeren Zinssatz erhält, als man im Inland für den Kredit zahlen müsste. Da jedes Land bzw. jede Währungsgemeinschaft einen unterschiedlich hohen Leitzinssatz hat, sind natürlich auch die Kreditzinsen unterschiedlich. So kann es zum Beispiel der Fall sein, dass man in Deutschland für einen Kredit Zinsen in Höhe von sechs Prozent zahlen muss, man einen vergleichbaren Kredit aber von einer Schweizer Bank zum Beispiel zu einem Zinssatz von vier Prozent erhält. Ein Auslandskredit zeichnet sich also im Wesentlichen zunächst dadurch aus, dass er aus Sicht des Kreditnehmers aus Deutschland (aus dem Inland) von einem Kreditgeber vergeben wird, der sich im Ausland befindet. Da die Zinsen innerhalb des Euro-Raums weitgehend identisch sind, sind die Auslandskredite heute auch gleichzeitig in der Regel Fremdwährungsdarlehen.
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Der Kredit wird demnach nicht in Euro vergeben, sondern in der jeweiligen Landeswährung, zum Beispiel in amerikanischen US-Dollar oder auch in Schweizer Franken. Aus dieser Tatsache heraus kann sich auch der zweite Vorteil für den Kreditnehmer ergeben, nämlich das man Währungsgewinne verbuchen kann, wenn es sich bei dem Auslandskredit um ein endfälliges Darlehen handelt und natürlich auch nur unter der Voraussetzung, dass sich der Devisenkurs in die „richtige Richtung“ entwickelt hat. Handelt es sich bei dem Auslandskredit also um einen Kredit in einer fremden Währung, ist die Kreditaufnahme mit einem gewissen Risiko verbunden. Sollte der Devisenkurs der ausländischen nämlich bis zum Fälligkeitsdatum des Darlehen in Bezug zur eigenen Währung steigen, muss man leider mit Währungsverlusten rechnen. Diese können, je nach Höhe der Kursdifferenz zwischen dem Kurs bei Aufnahme des Darlehens und bei der späteren Rückzahlung, mehrere Prozent betragen und sogar zweistellig sein.